Wann ist der Zeitpunkt erreicht, einen Traum loszulassen?

Veröffentlicht am 18. Mai 2026 um 14:50

Seit fast 10 Jahren schreibe ich im Schneckentempo an einem Buch über meine persönliche Geschichte, seit mich eine EBV-Infektion aus dem Leben gerissen hat. Seit fast 10 Jahren kämpfe ich mit der kognitiven Erschöpfung, weil ich dieses Buch unbedingt schreiben will. Weil es mir meine innere Stimme seit über 10 Jahren sagt. Weil Autorin schon als Kind mein Traumberuf war. Weil mich das Schreiben glücklich macht. Mittlerweile frage ich mich oft, ist es das wirklich wert? Körperlich habe ich große Fortschritte gemacht, kann sogar wieder Sport machen, und könnte vielleicht auch einen Nebenjob mit körperlicher Arbeit anfangen. Kognitiv kann ich im Schnitt maximal eine Stunde am Tag produktiv arbeiten, habe dafür aber den ganzen restlichen Tag deutlich weniger Energie. Die Frage, die ich mir stelle, ist: Macht es überhaupt noch Sinn, weiterhin für meinen Traum vom Schreiben zu kämpfen? Oder sollte ich lieber dankbar sein, dass ich wenigstens körperlich so große Fortschritte erreicht habe und stattdessen diese nutzen? Wann ist der Zeitpunkt erreicht, einen Traum loszulassen? Vielleicht für immer, oder vielleicht auch nur bis er irgendwann ganz von selbst zu mir zurückkommt?

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