„Ich gehe nie wieder auf so eine scheiß Wanderung mit“, denke ich, als die Geräusche des Videospiels meines Freundes das Fass endgültig zum Überlaufen bringen. Kurz zuvor bin ich überreizt nach Hause gekommen, nachdem wir mit einer Gruppe von 12 Personen zu einer Alm gewandert sind, wo wir gegessen haben. Menschen an sich sind schon anstrengend genug, egal wie sympathisch sie wirken. Menschen, die ich nicht kenne, sind doppelt anstrengend. Das Ganze in einer fremden Umgebung dreifach anstrengend. Die Umgebungsreize beim Essen und die soziale Interaktion verlangen mir Höchstleistung ab, selbst, wenn ich mich möglichst wenig am Gespräch beteilige. Das einzig entspannte an der Wanderung und mein Highlight des Tages war auf dem Rückweg, als es in Strömen geregnet und gewittert hat. Die Menschen wurden leiser, die Natur lauter, und ich hatte einfach nur das Gefühl, ich lebe.
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