Walk with me

Veröffentlicht am 16. Mai 2026 um 09:07

Neulich habe ich seit langem mal wieder den Trailer von „Walk with me“ gesehen, dem Film über Thich Nhat Hanh. Er hat wieder das Gefühl in mir ausgelöst, das ich von dem Trailer und dem Film schon kenne: endlose Freude und Glück. Kurz darauf hat es mich aggressiv gemacht. Warum? Nicht, weil ich etwas gegen den Film oder den Menschen habe. Sondern weil Aggression zurzeit meine vorherrschende Emotion ist.
Bei der Ausstrahlung von solchen Filmen kann leicht das Gefühl entstehen, dass es falsch sei, irgendetwas anderes zu fühlen als Frieden. Doch es geht nicht darum, immer nur Frieden und Freude zu fühlen - das wäre absolut ungesund und nicht menschlich. Es geht vielmehr darum, mit dem was jetzt gerade da ist, im Frieden zu sein, sprich es anzunehmen und da sein zu lassen, ohne sich dagegen zu wehren. In meinem aktuellen Fall freue ich mich mittlerweile über die Aggression, weil sie mir hilft, Grenzen zu setzen und bei mir zu bleiben, weil sie Energie ist, die ich in Bewegung umwandeln kann, weil ich mich ganzer fühle, wenn ich alle Emotionen fühle, anstatt sie zu unterdrücken. Und dann bin ich automatisch im Frieden mit dem jetzigen Moment.

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